Jämlitz-Klein Düben

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OT Jämlitz

Jämlitz grenzt im Osten und im Süden an den Freistaat Sachsen. Die Ersterwähnung des einstigen Vasallenguts datiert auf das Jahr 1302, 1564 wurde der Ort urkundlich benannt. Jämlitz besteht aus den Gemeindeteilen Jämlitz, Jämlitz-Hütte, Zschorno sowie den Ausbauten Lug, Alte Schänke und Herrmann-Mühle. Die Gesamtfläche der Gemarkung beträgt 2.377 ha, wovon der größte Teil bewaldet ist. Heute leben in Jämlitz 384 Einwohner. Zschorno wurde 1537 erstmals genannt und 1952 in Jämlitz eingemeindet. Einer der bekanntesten Besitzer von Jämlitz war Hermann, Reichsgraf von Pückler, dem der Ort von 1798 bis zu seinem Weggang aus Muskau im Jahre 1844 gehörte.

Seit Beginn des 19. Jahrhunderts gab es in Jämlitz eine Glashütte, die dem Gemeindeteil Hütte bis auf den heutigen Tag den Namen gibt. Sie wurde 1815 auf Pücklers Veranlassung gebaut. Hinzu kamen Familienhäuser, Wirtschaftsgebäude, eine Schenke und eine Hafenstube. Die 1847 erbaute Schenke steht heute unter Denkmalschutz. 1888 entstand ein erster Schulbau, 1905 folgte ein weiterer. Heute dient das alte Schulgebäude als Wohnhaus, die neue Schule wurde zum Clubhaus umgebaut. Darin befinden sich Gemeindebüro, Jugendclub und ein Kulturraum mit Küche.

 

Sehenswert ist die 1953 erbaute Dorfkirche. Sie wurde unter Leitung des damaligen Pfarrers Kuhn erbaut. Trotz der erschwerten materiellen Bedingungen in dieser Zeit konnte noch im selben Jahr die erste Trauung vollzogen werden.

 

Gegen Ende des Zweiten Weltkrieges war der Ort zu 80 Prozent zerstört. Die noch erhalten gebliebenen Holz- und Fachwerkhäuser, die ca. 100-jährigen Hüttenhäuser sowie das Schloss in Zschorno sind bauliche Zeugen der Vergangenheit. Die Wassermühle am Weg nach Zschorno, auch Weißmühle genannt, wurde früher mit dem Wasser des Föhrenfließes betrieben. Nach der Wende wurde sie stillgelegt und vom Eigentümer als Wohnhaus umgebaut. Die Herrmann-Mühle, 1578 erbaut, liegt an der Südseite des Föhrenfließes auf Tschernitzer Gemarkung. 1959 entstanden hier vier Wohnungen. Gegenüber, am Mühlteich, findet man eine  Grünanlage mit Sommerazaleen und Rhododendrensträuchern. Hier werden Straußenvögel und Hochlandrinder gezüchtet, die in der Anlage nahe der Mühle zu sehen sind.

 

Das kulturelle Geschehen, die Pflege alter und neuer Traditionen liegt in den Händen von Vereinen, Organisationen und engagierten Bürgern. Ein traditionsreicher Verein ist die im Jahr 1927 gegründete Freiwillige Feuerwehr.


OT Klein Düben


Klein Düben findet man unweit von Tschernitz in südöstlicher Richtung. Im Süden schließt sich die bereits zu Sachsen gehörende Gemein
de Kromlau an. Mit seinen 140 Einwohnern ist er der dünn besiedeltste Ort des Amtes Döbern-Land (Fläche: 485 ha). Erstmals 1490 als Dybe erwähnt, vereint Klein Düben in sich die für die Niederlausitz typische ländliche Idylle. Mit einem Herrenhaus, einem kleinen Gutspark, dem einst fischreichen Gutsbach, der weiter östlich in das Föhrenfließ mündet, mit Gebäuden, die von der Bauweise her die alte wie auch neue Zeit repräsentieren, strahlt er ein anheimelndes Flair aus.

 

Das so genannte Klein Dübener Schloss, früher eine von einem kleinen Wall umgebende und nur über eine Zugbrücke zu ereichende Raubritterburg, wurde um 1903 durch den damaligen Besitzer Karl August Wecker als Herrenhaus aus- und umgebaut. Nach 1945 wurden Haus und der dazugehörige Park der Gemeinde überschrieben. Im Jahre 1989 ließ die Gemeinde das Gutshaus vollständig renovieren. Heute befinden sich ein Gemeindebüro und ein Versammlungsraum in dem verputzten Backsteinbau. Die Wohnungen werden zur Zeit geplant.

 

Sehenswert ist die kleine „Kapelle zur Liebe Gottes“ mit Glockenturm, die in Gemeinschaftsarbeit in der Zeit von 1951 bis 1955 gebaut wurde.

 

Gern sehen sich Ausflügler auf dem Grundstück der Familie Jainz die seit einigen Jahren nistenden Störche an. Ein auf private Initiative angelegtes Volleyballfeld findet in den Sommermonaten regen Zuspruch. Auf den nahe gelegenen Wiesen und Weiden wird noch traditionelle Bauernarbeit verrichtet.